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28.08.2017 | nane
Andreas Statzkowski in der Moser Schule
Abgeordneter vor Ort

In Andreas Statzkowski‘s Terminkalender ist immer wieder Zeit eingeplant, um im Wahlkreis Gespräche mit verschiedenen Institutionen und ihren Leiterinnen und Leitern zu führen. Die meisten kennen ihren Abgeordneten schon lange – doch bei jeder Begegnung ergeben sich neue Eindrücke und Erkenntnisse. Und genau deshalb ist es wichtig, vor Ort zu sein.  Beim Gespräch in der Moser Schule ging es um Diplomaten-Kinder, Deckelung des Schulgeldes und Sporthallen.

Diesmal begleitete BVV-Mitglied Albrecht Förschler Andreas Statzkowski, als sie in die Moser Schule kamen. Eine Privat-Schule, die neben Genf und Nyon auch in Berlin ihren Schülern qualifizierten, mehrsprachigen Unterricht anbietet.

Gleich zu Beginn betonte Schulleiterin Birgit Kessler, dass private Schulen eine wichtige Stellung haben. Sie verweis auf das gute Profil der Schweizer Schule, verwies aber auch auf die Schwierigkeiten, die richtigen Kolleginnen und Kollegen zu bekommen, da das Gehalt geringer ist als an staatlichen Schulen.

 

BVV-Mitglied Albrecht Förschler (li) begleitete Andreas Statzkowski, MdA, zum Info-Gespräch in die Moser Schule

Stephanie Leyser, Geschäftsführerin der Moser Schule, machte darauf aufmerksam, dass gerade auch die Elternansprüche hoch sind, wenn sie ihre Kinder auf eine Privatschule schicken. Dabei sind die Aufgaben, die zu bewältigen sind vielfältig und gerade in der Moser Schule oft schwierig. Hier gibt es zahlreiche Diplomaten-Kinder bzw. Kinder des Personals der Diplomaten. Auf jedes Kind will die Schule differenziert eingehen – was aber auch heißt, dass einige noch die deutsche Sprache lernen müssen, bevor sie am Unterricht teilnehmen können. Deshalb gibt es mehrere kleine Förderklassen.

Neben der individuellen Förderung geht es aber auch ums Geld. Eine eventuell anstehende willkürliche Deckelung des Schulgeldes bringe große Probleme für die Schule. Die Schulleiterinnen betonten, dass an der Moser-Schule auch ALG2-Empfänger lernen – „Und zwar in nicht unbeträchtlichem Umfang“, betonte Stephanie Leyser. „Toleranz und Respekt – genau das leisten wir - und zwar durch alle Bevölkerungsgruppen inklusive Integration“.

Das gerade da der Sport eine große Hilfe ist, ist unbestritten. Aber die Schulsport - Situation ist keineswegs gut. Die Sporthallen bekommt die Schule vom Senat zugewiesen. Da in der Nähe keine adäquate Halle zur Verfügung steht, müssen Kinder per Bus zum Sportunterricht gebracht werden – was Zeit kostet. Oft steht der Bus zusätzlich im Stau, was Zeit kostet, die vom Sportunterricht dann abgeht. Stephanie Leyser betont: „Aber Kinder brauchen Bewegung, brauchen gerade den Sport. Hier sind die infrastrukturellen Gegebenheiten nicht gegeben“.

Albrecht Förschler betonte, dass es Schulamt-Pläne gebe, die eine zweite Sporthalle zwischen Preußenallee und Länderallee vorsehe. Und Andreas Statzkowski informierte darüber, dass im Olympiapark eine weitere Halle gebaut werden soll, die in zwei Jahren fertig sein soll und damit zumindest eine Problem-Erleichterung für den Sport in Sicht ist.

Daniela Plümecke, Schulleiterin und Oberstufen-Koordinatorin, gab zu bedenken, dass die Schule schon öfter Bedarf angemeldet hat, dann aber wohl nicht gefragt wird, wenn es um die Zuteilung geht. Hier versprach Andreas Statzkowski Unterstützung.  Zudem verwies er auf die Kooperation des Sport Club Charlottenburg Berlin (SCC Berlin) mit Schulen im Umfeld. Statzskowski ist bekanntlich Präsident des SCC Berlin. Dies Angebot nahm Birgit Kessler gerne an, da die Moser Schule gerade in Sachen Tennis und Hockey Hilfe hinsichtlich der AGs benötigen.

Zum Schluss informierten Frau Leyser, Frau Kessler und Frau Plümecke Andreas Statzkowski davon, dass sie gerne diese Schule auch auf eine Grundschule ausdehnen wollen. Sie betonten, dass es anderen Schulen Sorge macht, in freier Trägerschaft zu arbeiten. „An der Moser Schule ist das nicht so“ betonten die Verantwortlichen einstimmig.