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11.11.2017 | nane
Positives Echo über Mutter-Teresa-Film im Bürgerbüro

Die Journalistin Vjollca Hajdari kam auf Einladung von Andreas Statzkowski ins Bürgerbüro unseres Westender Abgeordneten in die Fredericiastraße und stellte dort ihren Film vor. „Mutter Teresa – eine Ikone des 20. Jahrhunderts“.

Mutter Teresa kümmerte sich um Kranke, Obdachlose und Sterbende – sie wurde „Engel der Armen genannt“ – sie erhielt den Friedensnobelpreis, wurde von der katholischen Kirche heiliggesprochen. Vieles ist über diese indische Ordensschwester, die mit ihrer kompromisslosen Askese Menschen in aller Welt beeindruckte, bekannt- dennoch schaffte es Vjollca Hajdari mit ihrem Film, den gut 30 Zuschauern noch Neues zu vermitteln.

Hajdari, die auch Mitglied der Frauen-Union Charlottenburg-Wilmersdorf ist, lebt in Berlin, stammt aus dem Kosovo. Ihre Muttersprache ist albanisch und genau das verbindet sie mit Mutter Teresa.

Kaum jemand weiß von der „Heiligen Teresa von Kalkutta“, dass sie eine gebürtige Albanerin ist, geboren am 26. August 1910 in Üsküb, dem heutigen Skopje, Mazedonien. „Ich bin stolz, dass sie Albanerin ist “ sagt Vjollca Hajdari. Während ihrer Recherchen zum Film hat sie viel Zeit in Archiven verbracht und Film und Tondokumente gesichtet. „Es war schon etwas Besonderes, Mutter Teresa in meiner Muttersprache reden zu hören“ erläutert Hajdari nicht ohne Emotionen zu zeigen, „das ist eine starke Verbindung“.

Der 20- minütige Film bot einen Einblick in das Leben Mutter Teresas, ihrer Herkunft, ihrer Motivation für ihre christliche Arbeit in Indien und ihrer internationalen Verbindungen. Gleichzeitig litt Mutter Teresa unter dem damaligen kommunistischen Regime ihres Heimatlandes Albanien. Diktator Enver Hodscha, der Albanien als einziges atheistisches Land der Welt bezeichnete, verbot ihr die Einreise. Mutter Teresa wollte ihre im Sterben liegende Mutter noch einmal sehen. Erst nach Ende der Diktatur durfte sie wieder ins Land und das Grab der Eltern in Tirana besuchen.

Am 5. September 1997 starb Mutter Teresa. Der Film endete mit ihrer Seligsprechung am 19. Oktober 2003 durch Johannes Paul II.  Die Heiligsprechung erfolgte am 4. September 2016 in Rom durch Papst Franziskus. Dieser Teil fehlt im Film von Vjolla Hajdari. „Noch fehlt er“, sagt Hajdari „aber ich werde so oft angesprochen, wenn ich den Film gezeigt habe, dass ich das noch auf jeden Fall vervollständigen werde“.   

Heute sind die Albaner stolz auf Mutter Teresa -  der Flughafen Tirana wurde nach ihr benannt, ebenso Schulen und Straßen.