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16.08.2020, 16:18 Uhr | nane

„Bürgerinitiative Grüne Westendallee“ gegründet

Bewohnerinnen und Bewohner der Westendallee nahe dem Olympiastadion sind entsetzt. Unmittelbar an ihre Häuser sollen fünf Gebäude mit rund 250 Ein-Personen-Appartements für Studenten gebaut werden. Durch die Baumaßnahme würden zahlreiche Mietergärten entfallen, die bereits vorhandenen Wohnungen verschattet werden, die Privatsphäre der jetzigen Anwohner bedroht sein und die Parkplatzsituation würde sich verschärfen. Aber das ist noch nicht alles. Deshalb wurde nun die „Bürgerinitiative Grüne Westendalle“ gegründet.

Bauherr, Bezirk und Land Berlin haben bisher noch keine Antwort auf Fragen zur Statik und zum Brandschutz sowie zur Feuerwehrzufahrt geben können, vom Ensemble- und Denkmalschutz ganz zu schweigen. Sicher ist, dass durch die Bebauungspläne weitreichende Folgen für den Klimaschutz, für Flora und Fauna gegeben sind. Für die Betroffenen fallen soziale Begegnungsräume und Erholungsflächen einfach weg. Dabei hat gerade die Umweltsenatorin von den Grünen darauf hingewiesen, wie wichtig städtische Freiräume für die Erholung der Menschen besonders in Zeiten von Corona seien.

Hier soll aber das Gegenteil geschehen. Das erfuhr Andreas Statzkowski durch die Antwort der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung auf seine schriftliche Anfrage. Dort heißt es: „Trotz des hohen Stellenwerts von Mietergärten im Stadtraum, wird vor dem Hintergrund des hohen Bedarfs an bezahlbaren Wohnraum in Berlin und des Allgemeinwohls, dem Wohnungsbau Vorrang eingeräumt.“

Dies will die Bürgerinitiative aber so pauschal nicht akzeptieren. Sie will mit Parteien, Verbänden, Vereinen und dem Bauherrn ins Gespräch kommen.Ihr Ziel: das Stadtgrün erhalten und zukunftsfähig gestalten. Dafür bieten sie auch an, nach Ersatzflächen zu suchen, um an weniger ökologisch wertvollen Stellen leichter erschließbare Flächen zu finden, um auch dem Bedarf nach Wohnungen gerecht zu werden.

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